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Social Bookmarking und Tagging in der Praxis

9 Jul

von Christian Maaß und Dirk Lewandowski

Algorithmenbasierte Suchmaschinen wie Google und Yahoo sind bereits seid längerer Zeit Gegenstand empirischer und theoretischer Forschungsarbeiten. Trotz der intensiven Auseinandersetzung mit diesem Thema muss jedoch konstatiert werden, dass die Relevanz der Suchergebnislisten dieser Suchmaschinen häufig gering ist [GMPO08]. Es erstaunt daher nicht, dass bereits seid länger Zeit die Frage gestellt wird, inwieweit alternative Suchdienste in qualitativer Hinsicht mit algorithmenbasierten Suchmaschinen konkurrieren und zu einer Verbesserung der Internetsuche beitragen können [Ne05]. Besonders aussichtsreich erscheinen dabei Social-Bookmark-Systeme, bei denen Webseiten nicht von einem Suchmaschinenroboter, sondern von teilweise mehreren tausend Menschen gemeinschaftlich indiziert werden [GMH07]. Sie konnten insbesondere im Zuge der Diskussion um das so genannte Web 2.0 eine große Aufmerksamkeit entfachen [Ma08]. Wie auch für viele Web-2.0-Anwendungen typisch, basiert die Funktionsweise der Bookmarksysteme im Wesentlichen auf Tags: Indem die Anwender Bookmarks mit Schlagworten („Tags“) annotieren und auf einem Social-Bookmark-Dienst wie Mister Wong oder Deli.cio.us im Internet veröffentlichen, tragen sie zu einer Verbesserung der Auffindbarkeit der Bookmarks bei. Aus der Kombination aller im Index vorhandenen Tags entsteht dann ein gemeinschaftlicher und – im Gegensatz zu algorithmischen Suchmaschinen – von Menschen aufgebauter Index, eine so genannte Folksonomie. Sie ermöglicht die Navigation durch das Beziehungsgeflecht von Bookmarks und Tags.

Aus diesen Ausführungen geht hervor, dass die Tagqualität eine zentrale Rolle spielt, damit Social-Bookmark-Systeme befriedigende Suchergebnisse generieren. Erste empirische Untersuchungen deuten aber darauf hin, dass ein Großteil der Bookmarks nicht mit Tags ausgezeichnet wird [Le06]. Es hat sich weiterhin gezeigt, dass die Fehleranfälligkeit menschlicher Eingaben bei der Verschlagwortung und das Fehlen systematischer Beziehungen zwischen den Schlagworten eine Erschließung der Webinhalte durch Tags erschweren [HMD08]. Dies führt zu der grundlegenden Frage, welchen Stellenwert Social-Bookmarking-Systeme im Allgemeinen und das Konzept des Tagging im Speziellen in der Praxis spielen und inwieweit die Anwender mit diesen Anwendungen bzw. Konzepten vertraut sind.

Methodische Vorgehensweise und Beschreibung der Stichprobe

Zur Beantwortung der im vorangegangenen Abschnitt skizzierten Forschungsfrage wurde im Frühjahr 2008 über einen Zeitraum von einer Woche eine Benutzerbefragung auf dem Internet-Portal Lycos durchgeführt. Der Fragebogen wurde dabei nur auf der Suchseite des Portals eingebunden. Insofern konnte in gewissen Grenzen sichergestellt werden, dass vordergründig Anwender an der Umfrage teilnehmen, die zur Befriedigung ihrer Informationsbedürfnisse gezielt auf Suchdienste zurückgreifen. Gerade bei diesen Anwendern liegt es nahe zu hinterfragen, welche Erfahrungswerte sie mit alternativen Suchdiensten wie dem Social Bookmarking und dem in diesen Kontext diskutierten Konzept des Tagging haben.

Der Fragebogen deckte vier Bereiche ab: (1) allgemeine Fragen zu Suchmaschinen, (2) bisherige Erfahrungen der Anwender mit Frage-Antwort-Diensten, (3) Fragen über Kenntnis und Anwendung von Social-Bookmark-Systemen und (4) Erfahrungen im Umgang mit Tags. In diesem Beitrag werden schwerpunktmäßig die Ergebnisse im Hinblick auf die Nutzung von Social-Bookmark-Diensten und die Erfahrungswerte der An-wender mit dem Konzept des Tagging beleuchtet.

An der Umfrage beteiligten sich insgesamt 714 Personen, bei denen zu statistischen Zwecken Daten über das Alter, Geschlecht und Internetnutzung erfragt wurden. Bei 60 % der Befragten handelte es sich um Männer, 32,75 % der Umfrageteilnehmer waren weiblich und 7,25 % gaben keine Angabe zum Geschlecht ab. Etwa 50 % der Befragten nutzt täglich das Internet und 83 % sind mehrmals pro Woche online.

Kurzdarstellung und Diskussion der Ergebnisse

Um eine Aussage zur Bedeutung von Social-Bookmark-Systemen treffen zu können, wurden als Vergleichswerte Fragen zu algorithmischen Suchmaschinen erhoben. Bezüglich der Nutzungsintensivität stellte sich dabei heraus, dass diese Suchmaschinen – wie auch schon in anderen Studien dokumentiert [AGOF08] – zu den bekanntesten und meistgenutzten Internetanwendungen zählen. Knapp 40 Prozent der befragten Anwender (n = 714) nutzen diese Dienste mehrfach pro Woche. Im Gegensatz dazu sind Social-Bookmark-Systeme momentan noch vergleichsweise unbekannt. So gaben 73,51 % der Befragten an, diese Dienste weder zu kennen noch zu nutzen (vgl. Abb. 1). Social-Bookmark-Systeme sind insofern noch nicht in der breiten Bevölkerung bekannt und nach wie vor eine Domäne sehr erfahrener Internetnutzer.

Auch im Hinblick auf die Nutzungsintensität konnten Social-Bookmark-Systeme bislang noch nicht mit algorithmenbasierten Suchmaschinen aufschließen. So stellte sich z. B. heraus, dass knapp 42 % der Befragten Social-Bookmarking-Systeme seltener als einmal im Monat nutzen. Die wichtigsten Gründe für die bislang geringe Nutzungsintensität wurden darauf zurückgeführt, dass bislang kein Verwendungszweck für diese Angebote bestand (40 % der Befragten) oder deren Funktionsweise unklar blieb (26,61 % der Befragten); wie sich im weiteren Verlauf noch zeigen wird, bereitete den Anwendern insbesondere das Konzept des Tagging große Probleme.

Zum jetzigen Zeitpunkt wäre es aufgrund dieses Umstands allerdings verfrüht darauf zu schließen, dass Social-Bookmark-Systeme keine Daseinsberichtigung haben. Vielmehr beklagten auch 60 % der Nutzer algorithmenbasierter Suchmaschinen die fehlende Relevanz der Ergebnislisten oder die hohe und unübersichtliche Zahl der Suchergebnisse. Weiterhin wurden massive Werbeeinblendungen (52 % der Befragten) und tote Links bei Suchmaschinen wie Google und Yahoo als störend empfunden (30 % der Befragten). 75 % der Befragten, die Social-Bookmark-Systeme kennen und nutzen (n =17), gaben jedoch an, dass sie zufrieden bis sehr zufrieden mit diesen Diensten sind. Zum Ver-gleich: Bei algorithmenbasierten Suchmaschinen beläuft sich dieser Wert auf 91,5 %. In Anbetracht des noch frühen Lebenszyklus von Social-Bookmark-Systemen ist dieser hohe Wert beachtlich.

Der im Zuge der Untersuchung gewonnene Eindruck, dass die Bedienung von Social- Bookmark-Diensten auf Probleme stößt, spiegelte sich auch im Hinblick auf das Tagging wider. Bei der Frage, ob Internetnutzer den Begriff Tagging kennen und diese Funktionalität nutzen, gaben 84,12% der Umfrageteilnehmer an, dass ihnen dieses Konzept nicht bekannt sei. 10,07% der Befragten sind zwar mit diesem Konzept vertraut, allerdings nutzen sie die manuelle Verschlagwortung nicht (vgl. Abb. 3). von Social-Bookmark-Systemen ist dieser hohe Wert beachtlich.

Weiterhin stellte sich heraus, dass bei den Befragten grundsätzlich ein geringer Anreiz zur Verschlagwortung besteht (vgl. Abb. 4). So gaben mehr als 50 Prozent der Befragten an, nur selten Tags zu vergeben. Die Gründe für die geringe Akzeptanz lagen vor allem darin, dass die Anwender entweder das Konzept des Tagging nicht verstehen oder bislang keinen Verwendungsgrund für die Verschlagwortung sahen.

Der hohe Unbekanntheits- und Nutzungsgrad des Tagging im Zuge dieser Umfrage lässt sich unter anderem auf das hohe Durchschnittsalter der Befragten zurückführen (vgl. Abschnitt 2), zumal Web-2.0-Dienste bislang überwiegend von jüngeren Bevölkerungsgruppen genutzt werden. Dennoch ist das hier skizzierte Umfrageergebnis alarmierend, zumal die Funktionalität von Web-2.0-Anwendungen im Allgemeinen und die der Social-Bookmark-Systeme im Speziellen auf dem Konzept des Tagging aufbaut. Um die Auffindbarkeit von Bookmarks und damit auch die Qualität dieser Dienste zu verbessern, bedarf es somit einer drastischen Vereinfachung des Tagging. Ein Ansatzpunkt in diese Richtung könnte darin bestehen, den Prozess des Tagging zu automatisieren. Erste Testergebnisse deuten darauf hin, dass auf diesem Wege eine Verbesserung der Annotationen zu erwarten ist [HMD08]. Auch im Zuge dieser Untersuchung stellte sich heraus, dass so ein Ansatz auf großes Interesse stößt: So gaben 40 Prozent der Befragten an, sie wünschen sie eine Vorschlagsfunktion, bzw. sie nutzen eine Vorschlagsfunktion für Tags, wenn der Anbieter entsprechende Funktionalitäten bereitstellt. Im Gegensatz dazu bevorzugen lediglich 8 Prozent der Befragten eine individuelle Verschlagwortung.

Fazit

Unsere Untersuchung hat gezeigt, dass Social-Bookmark-Systeme zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht in der breiten Bevölkerung angekommen sind. Der Teil der Befragten, die diese Dienste nutzen, ist mit diesen Angeboten jedoch zufrieden. Als problematisch ist der Umstand anzusehen, dass das Konzept des Tagging (besonders bei älteren Anwendergruppen) auf Probleme stößt. Der Fokus weiterer Forschungsarbeiten sollte vor diesem Hintergrund darauf liegen, das Konzept des Tagging drastisch zu vereinfachen. Auch im Hinblick auf die sich anbahnende Konvergenz des Web 2.0 und semantischen Webs ist dies von höchster Bedeutung: Der Erfolg beider Ansätze basiert im Wesentlichen auf der Qualität der Metadaten.

Der Beitrag wurde in ähnlicher Form für die Konferenz “Mensch & Computer 2008” angenommen. Weitere Studienergebnisse – z. B. im Hinblick auf die Bedeutung von Frage-Antwort-Diensten – werden in Kürze hier veröffentlicht.

Soziale Suchdienste und algorithmenbasierte Suchmaschinen im Vergleich

16 Mär

Soziale Suchdienste und algorithmenbasierte Suchmaschinen im Vergleich

In jüngerer Zeit kann man beobachten, dass im zunehmenden Maße Suchmaschinen mit alternativen Suchansätzen in den Markt treten. Eine besondere Rolle spielen dabei die so genannten sozialen Suchdienste, die in verschiedenen Ausprägungsformen existieren und bei denen die Anwender – im Gegensatz zu Suchmaschinen wie Google, Yahoo oder Ask – in die Generierung des Indexes einbezogen werden. Bislang steht die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit solchen Suchdiensten jedoch noch am Anfang. Im Rahmen eines Projektes mit Prof. Dr. Dirk Lewandowski haben wir im Wintersemester 2007/2008 daher ein Seminar zum Thema „Soziale Suchdienste“ durchgeführt. Dabei ging es unter anderem darum, die Trefferrelevanz von algorithmenbasierten Suchmaschinen mit sozialen Bookmarksystemen und Frage-Antwort-Diensten zu vergleichen. An dieser Stelle möchte ich in Kurzform einen Teil der Ergebnisse vorstellen, die in wenigen Wochen ausführlicher als Herausgeberband erscheinen; die unten skizzierten Ergebnisse entstammen der Seminararbeit von Olga Gammer, Heidi Meißner, Magdalena Preckel und Robert Oehlert.

Um eine Antwort darauf zu finden, inwieweit soziale Suchdienste mit Google & Co. konkurrieren können, wurde ein Relevanztest mit den folgenden drei Suchdiensttypen durchgeführt:

  • Bei den algorithmenbasierten Suchmaschinen wurden Google, Yahoo und MSN gewählt, bei denen es sich um die drei größten Suchmaschinen mit einem eigenen Index handelt.
  • Mit Mister Wong und del.icio.us wurden das bekannteste deutschsprachige und englischsprachige soziale Bookmarksystem in die Untersuchung mit aufgenommen.
  • Schließlich wurden auch die Frage-Antwort-Dienste LycosIQ und Yahoo Clever in die Auswertung einbezogen, die ebenfalls als eine Ausprägung sozialer Suchdienste anzusehen sind.

An jeder der hier genannten Suchdienste wurden über 50 Suchanfragen gestellt, deren Ergebnisse einer Gruppe von Juroren anonymisiert vorgelegt wurde. Den Juroren war somit weder der Rank der Suchergebnisse noch die zu evaluierende Suchmaschine bekannt. Unter anderem wurden dabei die

  • Precision der Suchergebnisse,
  • Verständlichkeit der Suchergebnisse und
  • Vertrauenswürdigkeit der Suchergebnisse bewertet.

Die Precision bezieht sich auf den prozentualen Anteil der relevanten Treffer im Vergleich zur Gesamtzahl der gefundenen Treffer. Dabei stellte sich heraus, dass Google mit einer Precision von 46 Prozent am besten abschnitt (vgl. Abb. 1). Im Vergleich zu MSN liefert Google etwa 15 Prozent mehr relevante Treffer. Vergleicht man die algorithmischen Suchmaschinen mit den Social-Bookmarking- und Frage-Antwort-Diensten, erzielen letztgenannte deutlich mehr relevante Ergebnisse. Das insgesamt schlechte Abschneiden der Bookmarksysteme wurde vor allem darauf zurückgeführt, dass sie sehr viele tote Treffer aufweisen und offenbar Probleme haben, ihren Index auf einem aktuellen Stand zu halten.

Precision

Abb. 1: Precision der Suchergebnisse

Auch im Hinblick auf die Verständlichkeit der Suchergebnisse, wiesen die Bookmarksysteme den größten Anteil unverständlicher Treffer auf. Besonders auffällig war dabei, dass die Juroren bei del.icio.us 25 Prozent aller Treffer als unverständlich bewerteten (vgl. Abb. 2).

Verständlichkeit

Abb. 2: Verständlichkeit der Suchergebnisse

Weiterhin wurde überprüft, inwieweit die Suchergebnisse als vertrauenswürdig wahrgenommen wurden. Auch bei diesem Kriterium schnitten Google & Co. eindeutig besser als soziale Bookmarksysteme ab (vgl. Abb. 3).

Vertrauen

Abb. 3: Vertrauenswürdigkeit der Suchergebnisse

Aus den an dieser Stelle nur knapp skizzierten Ergebnissen geht hervor, dass soziale Suchdienste zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht mit algorithmenbasierten Suchmaschinen konkurrieren können. Dem ist aber auch hinzuzufügen, dass soziale Bookmarkdienste zur Verwaltung privater Linksammlungen und nicht als Suchdienst konzipiert wurden.

Nachtrag (20.03.2008): Die vollständigen und ausführlichen Ergebnisse dieses studentischen Projektes werden Mitte 2008 sowohl als Herausgeberband als auch als kostenloses PDF veröffentlicht. Die PDF-Datei wird auf der Seite von Prof. Dr. Dirk Lewandowski und auf dieser Seite veröffentlicht.

Alternative Suchdienste: Sieben Thesen zur Bedeutung des Social Bookmarking

6 Mär

von Christian Maaß, Gernot Gräfe und Andreas Heß

sabreMit dem exponentiellen Wachstum des Internet sind Suchmaschinen wie Google und Yahoo zu den meistgenutzten Internetanwendungen avanciert, die etwa 90 Prozent der Internetnutzer in Deutschland regelmäßig zu Recherchezwecken nutzen (vgl. auch AGOF 2007). Insbesondere im Vorfeld von Kaufentscheidungen spielen sie – sowohl für Unternehmen als auch Privathaushalte – eine immer wichtigere Rolle, um gezielt nach bestimmten Produkten und/oder Dienstleistungen zu recherchieren (vgl. Maaß 2008). Zur Befriedigung ihrer Informationsbedürfnisse können die Anwender grundsätzlich auf verschiedene Suchmaschinen zurückgreifen; alleine auf der Internetseite „Suchfibel“ sind mehr als 600 verschiedene Suchmaschinen aufgelistet (vgl. www.suchfibel.de). Mit Blick auf die Praxis muss jedoch ein Oligopol algorithmenbasierter Suchmaschinen – bestehend aus Google, Yahoo und MSN – konstatiert werden, dass den weltweiten Markt dominiert.

Die Vormachstellung von Google und Co. wird in der Öffentlichkeit bereits seit geraumer Zeit kritisiert. Teilweise sieht darin z. B. eine Gefahr im Hinblick auf die Informationsvielfalt und -auswahl im Internet, die faktisch durch eine Handvoll Unternehmen mit kommerziellen Interessen beeinflusst wird. Zu ähnlichen Äußerungen kommt es seitens der Bundesregierung, die bereites seit längerer Zeit auf die Monopolisierungstendenzen im Suchmaschinenmarkt hinweist und sich für ein größeres Angebot alternativer Suchdienste ausspricht (vgl. 2006). Es erstaunt daher kaum, dass immer häufiger die Frage gestellt wird, inwieweit alternative Suchdienste in qualitativer Hinsicht mit algorithmenbasierten Suchmaschinen konkurrieren und zu einer Verbesserung der Internetsuche beitragen können (vgl. Neymanns 2005).

Vor diesem Hintergrund ist in der Wirtschaftspresse häufig von so genannten soziale Bookmarksystemen die Rede, bei denen Webseiten nicht von einem Suchmaschinenroboter, sondern von teilweise mehreren tausend Menschen gemeinschaftlich indiziert und bereits als Alternative zu Google & Co. angesehen werden. „Allerdings ist es erstaunlich, dass [...] nur wenige Untersuchungen zur Qualität von Suchmaschinen vorliegen, sowohl international als auch (besonders eklatant) im deutschsprachigen Raum“ (Lewandowski 2007, S. 244-245). In einem in Zusammenarbeit mit Gernot Gräfe und Andreas Heß entstandenen Beitrag erarbeiten wir daher sieben Hypothesen zur zukünftigen Bedeutung sozialer Bookmarksysteme im Bereich der Internetsuche, um eine konzeptionelle Grundlage für weitere Studien in diesem Kontext zu legen. Der hier angehängte Beitrag wurde auf der SABRE-Konferenz 2007 in der Rubrik “Social Semantic Web” präsentiert.

Download: Alternative Suchdienste: Sieben Thesen zur zukünftigen Bedeutung des Social Bookmarking

 

Literatur

Die Grünen (2006): Google verleibt sich YouTube ein – und wird noch mächtiger, Onlinedokument 2006.

Lewandowski, D. (2007): Mit welchen Kennzahlen lässt sich die Qualität von Suchmaschinen messen? In: Machill, M.; Beiler, M. (Hrsg.): Die Macht der Suchmaschinen, Köln, 2007, S. 243-258.

Maaß, C.: E-Business Management – Gestaltung von Geschäftsmodellen in der vernetzten Wirtschaft, Stuttgart, 2008.

Neymanns, H. (2005): Suchmaschinen: Das Tor zum Netz, Bundestagsfraktion der Grünen, Berlin, Onlinedokument 2005.