Category Archives: Produktstrategie

Der digitale Graben: Warum die digitale Transformation (oft) scheitert

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Folgt man den so genannten Leitmedien, befinden wir uns mitten in einem digitalen Transformationsprozess. Daher erstaunt es auch nicht, dass a) die Suchanfragen zum Thema digitale Transformation stetig zunehmen und b) immer mehr Unternehmen einen Chief Digital Officer oder Digitale Beiräte suchen, um Digitalthemen zu forcieren. Digitale Transformation ist also en vouge und offenbar haben auch die einschlägig bekannten Unternehmensberatungen die letzten Jahre nichts anderes gemacht, als Unternehmen erfolgreich in die digitale Welt zu transformieren. Was aber den Kern eines Unternehmens mit Digital/Tech DNA auszeichnet, darüber wird meines Erachtens nach vergleichsweise wenig geschrieben. Dies bedeutet streng genommen aber auch, dass vielfach ein Zielbild davon fehlt, was eine Company mit Digital/Tech DNA überhaupt auszeichnet, womit die Weichen für eine erfolgreiche digitale Transformation bereits vor dem eigentlichen Projekt denkbar schlecht gestellt sind. Klar, es hat irgendetwas mit IT zu tun, aber das heutzutage mittlerweile fast alles. Bei genauerer Betrachtung ist die Frage danach auch alles andere als leicht zu beantworten. Ist beispielsweise ein stationärer Versandhändler mit angeschlossenem Online Shop ein Unternehmen mit Digital/Tech DNA? Oder ist der Digitalumsatz ein verlässlicher Indikator? Ich denke nein, da die Flughöhe solcher Kriterien zu abstrakt und allgemein gehalten ist. Es ist wahrscheinlich auch unmöglich eine allgemein gültige Definition zu etablieren. Im Zuge verschiedener Beratungsprojekte hat sich bei mir allerdings ein Bild von Indikatoren verfestigt, das man – aus illustrativen Gründen – anhand von zwei Dimensionen beschreiben kann und die auf die Ausprägung digitaler Kompetenzen schließen lassen: Der Daten-/Serviceorientierung und der Bottom-up/Kundenzentrierung.

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Digitale Transformation: Warum es schmerzhaft wird

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Das Thema Digitale Transformation wird allgegenwärtig diskutiert. Ruft man sich jedoch vor Augen, dass bis zu 70% aller Wandelprojekte scheitern und das sich an diesem Wert seit den 70er Jahren nicht viel geändert hat, dann wird ein Großteil der aktuell vorangetriebenen Wandelprozesse mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht erfolgreich verlaufen – ob man es wahrhaben will oder nicht. Was sind die Gründe für diese unbefriedigende Situation und wie kann man damit umgehen? Erste Ansatzpunkte zur Vertiefung dieses Themas werden in diesem Beitrag aufgearbeitet.

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Verwässerung im Zuge von Kapitalerhöhungen: Was bleibt für den Gründer?

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Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Aufnahme von Venture Capital? Und was bleibt mir als Gründer nach zwei oder drei Kapitelerhöhungen? Diese und ähnliche Frage stellen sich früher oder später alle Personen, die eine Unternehmensgründung in Erwägung ziehen und nicht Montgomery Burns als Vater haben. Ein hilfreiches Tool stellt in diesem Zusammenhang der um Lars Hinrichs entstandene Inkubator HackForward zur Verfügung, um auf diese Frage eine erste Antwort zu erhalten. Mit dem so genannten Dilution Calculator lässt sich relativ leicht ermitteln, wie sich die eigenen Anteile im Zuge mehrerer Finanzierungsrunden in Abhängigkeit der Bewertung entwickeln. Neben diesem Tool finden sich auf der Seite von HackForward noch weitere und – wie ich persönlich finde – sehr sympathisch aufgearbeitete Informationen, weshalb sich ein Besuch der Seite sicherlich lohnt. Für weiterführende Hintergrundinformationen zum Thema Venture Capital und Venture-Capital-Verträge sei an dieser Stelle auf die entsprechenden Informationen in der Gründerszene verwiesen.

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Investitionsschwerpunkte

Digital Media Trends 2012: Analyse der Early-Stage-Investments in den USA

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Eine umfassende und lesenswerte Trendanalyse zu den aktuellen Medientrends hat jüngst Marc Ziegler vom MedienfroumNEW veröffentlicht. Die Studie gründet auf einer Analyse der Datenbank von Crunchbase und umfasst ca. 940 Unternehmen der Early-Stage-Phase, die kurz gefasst im Hinblick auf ihr Geschäftsmodell sowie die getätigten Finanzierungsrunden klassifiziert und analysiert wurden. Die zentralen Ergebnisse der Studie lassen sich dabei wie folgt zusammenfassen: Das Consumer Web steht aus Investorensicht im Fokus, wenngleich Investments in B2B-Unternehmen langsam zunehmen. Investitionen in E-Commerce-Plattformen und Advertising-Lösungen stellen gegenwärtig das dominante Investitionsfeld dar, woran sich kurzfristig auch nichts ändern wird. Productivity-Apps und Crowdsourcing-Modelle gewinnen jedoch an Momentum; dieser Trend spielt in der deutschen Gründerszene ebenfalls seit geraumer Zeit eine zentrale Rolle. In „alten“ Digital-Media-Bereichen lässt sich weiterhin eine Spezialisierung/Vertikalisierung beobachten (Stichwörter: Social-Local-Mobile, Real-time, On-Demand, etc.). Die Präsentation mit den ausführlichen Ergebnissen findet sich bei Slideshare. View moInvestre presentations from Marc Ziegler  

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tools

Kostenlose Tools zur Online Konkurrenzanalyse

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Im Netz steht eine unüberschaubare Zahl kostenloser Tools zur Verfügung, um Rückschlüsse über die Aktivitäten von Konkurrenten zu erhalten. In den meisten Fällen bilden diese Tools jedoch nur bestimmte Teilaspekte ab, weshalb man stets mehrere Tools heranziehen sollte, um zumindest eine im Ansatz valide Aussage treffen zu können. Die von mir persönlich getesten Tools habe ich in diesem Artikel in vier Bereiche eingeteilt, um einen groben Überblick der verschiedenen Tools zu vermitteln.. Tools zur Analyse des Traffic und der Anwenderstruktur Welche kostenlosen Tools gibt es? Compete: http://compete.com/ Google AdPlaner Tool: http://www.google.com/adplanner/ Quantcast: http://www.quantcast.com Welche Fragen können diese Tools beantworten? Wie viele Anwender besuchen wie lange welche Webseite? Auf welchen Webseiten finde ich welche Anwender (Marktsegmentierung)? Welche Demographie haben die Anwender? Von welchen Seiten werden die Anwender auf die untersuchte Seite geleitet? Wohin gehen die Anwender, wenn sie die untersuchte Seite verlassen? Wer sind meine Konkurrenten? . Tools zum Social-Media-Monitoring Welche kostenlosen Tools gibt es? Alterian: http://sm2.techrigy.com (begrenzt kostenlos nutzbar) Social…

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What it means to be a great company

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Was zeichnet ein großartiges Unternehmen aus? Zu diesem Thema hielt Fred Wilson – gegenwärtig einer der bekanntesten Venture-Capital-Geber im Internet-Umfeld – einen Vortrag auf dem SeedCamp2009, durch den ich bei Exciting Commerce aufmerksam wurde. Inhaltlich stellt dieser Vortrag eine durchaus inspirierende Ergänzung zu der in letzter Zeit immer häufiger angesprochenen Innovations- und Copy-Cat-Problematik der deutschen Internetwirtschaft dar (vgl. hierzu z. B. Exciting Commerce, Netzwertig), wo jüngst das Rennen um den besten Groupon-Klon eröffnet wurde (vgl. Kassenzone). Nicht zuletzt aus diesem Grund erscheint es interessant, die zentralen Aussagen dieses Vortrags zu übersetzen und in Form eines kurzen Beitrags aufzuarbeiten. Die dabei angesprochenen Merkmale „großartiger Unternehmen“ lassen sich vier Themenbereichen zuordnen, die mit der Bedeutung des Unternehmertums, dem Erhalt der Innovationsfähigkeit, der Akzentuierung langfristiger Unternehmensinteressen sowie der Kundenfokussierung/-wertschätzung zusammenhängen. Was sind vor diesem Hintergrund nun die Merkmale, die großartige Unternehmen aufweisen? Merkmal 1: Good companies are build to last! Seit mehreren Jahren lässt sich erkennen, dass immer mehr Copy Cats den Markt…

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Web 2.0 auf dem Prüfstand: Zur Bewertung von Internet-Unternehmen

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von Gotthard Pietsch und Christian Maaß Das Internet und Online-Produkte haben über die letzten Jahre hinweg einen immer höheren Stellenwert in der Wirtschaft erlangt. Nicht zuletzt aus diesem Grund lassen sich im zunehmenden Maße millionenschwere Investitionen in Web 2.0-Produkte und Internet-Startups beobachten. Im Jahr 2007 sicherte sich z. B. Microsoft für US-$ 240 einen Anteil von 1,6 Prozent an der Plattform Facebook (vgl. Heise 2007). In Deutschland erregte ein Jahr zuvor die Übernahme von StudiVZ durch Holtzbrinck Ventures für € 85 Millionen Aufsehen (vgl. Maaß/Pietsch 2007). Gleiches galt für die Investition des Medienmoguls Robert Murdoch, der für einen Betrag in Höhe von US-$ 580 Millionen das soziale Netzwerk MySpace übernahm (vgl. Rückens 2008). Angesichts dieser immensen Investitionsvolumina erstaunt es nicht, dass Investoren hohe Erwartungen an die Verzinsung des eingesetzten Kapitals stellen. Beispielsweise rechnete man im Fall von StudiVZ mit einer jährlichen Rendite von 25 Prozent (vgl. Bay 2006). Diese Renditeerwartungen haben sich bislang jedoch keineswegs erfüllt. Zunehmend wird sogar die wirtschaftliche…

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Hype oder Investitionsobjekt? Zur Bedeutung sozialer Netzwerke

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Vortrag zur Monetarisierung sozialer Netzwerke an der Fachhochschule des Mittelstandes in Bielefeld Für Unternehmen aller Wirtschaftszweige sind das Internet und Online-Produkte immer wichtiger geworden. Sehr hohe Investitionen erfolgten vor allem in Web 2.0-Produkte in Form sozialer Netzwerke. Im Jahr 2007 sicherte sich z. B. Microsoft für US-$ 240 einen Anteil von 1,6 Prozent der Plattform Facebook. In Deutschland hatte ein Jahr zuvor die Übernahme von StudiVZ durch Holtzbrinck Ventures für € 85 Millionen Aufsehen erregt. Gleiches galt für die Investition des Medienmoguls Robert Murdoch in Höhe von US-$ 580 Millionen in das soziale Netzwerk MySpace. Aufgrund des hohen Investitionsvolumens erstaunt es jedoch nicht, dass die Investoren hohe Erwartungen bezüglich der Verzinsung des eingesetzten Kapitals haben. Im Fall von StudiVZ hoffen sie z. B. auf eine jährliche Rendite von 25 Prozent (vgl. Bay 2006). Die hohen Renditeerwarten haben sich bislang jedoch nicht erfüllt. Vielmehr muss konstatiert werden, dass die wirtschaftliche Tragfähigkeit von Web-2.0-Geschäftsmodellen zunehmend bezweifelt wird. In der hier zum Download…

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