Feature-Fetischismus vs. the Minimal Viable Product

„The Minimal Viable Product“ ist ein Begriff, der in jüngerer Zeit immer häufiger zu hören ist (vgl. z. B. Harvard Business Review, Nico Lumma, Startwerk). Im Kern umschreibt er den Gedanken, sich im Zuge der Produktentwicklung auf die wichtigsten Funktionen zu beschränken, um schnellstmöglich eine Minimalversion des Produktes live zu stellen. Damit wird die Grundlage geschaffen, um Daten hinsichtlich dessen Akzeptanz zu sammeln. Wie viele Features vor diesem Hintergrund erforderlich sind lässt sich sicherlich nur im Einzelfall klären. Interessanter ist im weiteren Verlauf vielmehr die Frage, wie man am besten vorgeht, um in  kurzer Zeit und mit geringem Ressourceneinsatz zu so einem Minimalprodukt zu gelangen. Emre Sokullu gibt in einem anschaulichen Beitrag bei Techcrunch hierauf eine erste Anwort. Demnach gelte es vor allem die folgenden Punkte zu beachten:

  • Facebook Connect: Ein Großteil der potenziellen Nutzer wird ein Mitglied bei Facebook sein. Anstelle ein eigenes Registrierungssystem zu entwickeln reiche es im ersten Schritt vollkommen aus, auf Facebook Connect zu setzen.
  • Bootstrap: Das Open-Source-Toolkit von Twitter eignet sich für die schnelle und elegante Entwicklung von Webseiten (HTML 5, CSS, Java Script). Da Bootstrap weiterhin auf jQuery basiert, stehen folglich auch komfortable Funktionen zur DOM-Maninpulation-/Navigation zur Verfügung, womit einem der Arbeitsalltag deutlich erleichtert wird.
  • Cloud & SaaS: Anstelle in eigene Infrastrukturen zu investieren ist es absolut naheliegend, sein Produkt auf Cloud Infrastrukturen aufzubauen. Lösungen wie Heroku ermöglichen beispielsweise eine flexible Skalierung, womit einem das Thema Operations mehr oder weniger abgenommen wird: Es bleibt mehr Zeit für die Arbeit am eigentlichen Produkt. Aus den gleichen Gründen liegt es nahe, auf entsprechende SaaS-Lösungen in den Bereichen Payment, Customer Service und letztenlich auch im Analytics-Bereich zurückzugreifen, um diese „Commodity-Themen“ in der Startphase möglichst unkompliziert abzuwickeln.
  • Videos: Neue Produkte sollten im Idealfall nicht mit langen Touren oder Texten, sondern in Form eines einfachen Videos erklärt werden.
  • Internet Explorer: Wenn Zeit und Geld knapp werden, sollte auf die Optimierung der Seite für den IE verzichtet werden, da dieser Browser bekanntermaßen einige Probleme mit sich bringt.

Die hier genannten Punkte fassen nur die wichtigsten Aspekte zusammen, wenn es um die Entwicklung des Minimalproduktes geht. Zum ausführlichen und absolut lesenswerten englischsprachigen Beitrag geht es hier.

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