Hypothesen zur Entwicklung datenzentrierter Geschäftsmodelle

By 6. Dezember 2011 Produktstrategie 2 Comments
datenzentrierung

Facebook, Google+ & Co. sind in der Öffentlichkeit als Datenkraken verschrienen. So fordert z. B. Ilse Aigner – neben einem Redeverbot für Karl-Theodor zu Guttenberg – eine Facebook-freie Regierung. Ähnliche Schlagzeilen lassen sich ohne größere Mühe identifizieren. Einerseits ist es zwar richtig, bestimmte Praktiken der etablierten Internet-Größen kritisch zu hinterfragen. Andererseits versperrt diese Diskussion nicht selten den Blick auf das Wesentliche, wie es bereits Nico Lumma in seinem Blog angedeutet hat: Interessant an Seiten wie Facebook ist nicht die Tatsache, dass mehr als 700 Millionen Anwender diese Seite nutzen. Facebook ist vielmehr interessant, da es über eine extrem modulare Softwarearchitektur verfügt und über APIs Dritten die Nutzung seiner Plattform/Daten ermöglicht. An diese Schnittstellen docken Unternehmen wie Zynga – bekannt geworden durch das Spiel Farmville – an, um ihre eigenen Leistungen am Markt zu etablieren. Anders formuliert könnte man auch die These aufstellen, dass datenzentrierte Geschäftsmodelle und Plattformstrategien das Herzstück der Netzwirtschaft darstellen!

Vor diesem Hintergrund setzt sich die unten eingefügte Präsentation mit datenzentrierten Geschäftsmodellen und Plattformstrategien auseinander; die Präsentation habe ich in ähnlicher Form als Keynote auf dem Gründermarkt 2011 in Wiesbaden gehalten. Im Kern werden in der Präsentation verschiedene Thesen aufgearbeitet, um für die Auseinandersetzung mit datenzentrierten Geschäftsmodellen zu sensibilisieren:

These 1: Plattform- und API-Strategien avancieren zum Herzstück neuer Geschäftsmodelle und stellen eine Art „must have requirement“ dar

These 2: Dienstleistungen werden im Zuge der Datenzentrierung industrialisiert und Servicemarktplätze „for everything“ avancieren zu neuen Epizentren

These 3: Daten selbst avancieren immer mehr zum Wirtschaftsgut, weshalb Geschäftsmodelle zur Generierung und Veredelung von Daten in Zukunft immer mehr Relevanz gewinnen

These 4: Datenzentrierte Ansätze fördern die Rekonstruktion etablierter Wertschöpfungsketten

These 5: Datenzentrierte Geschäftsmodelle stehen erst am Anfang: Die Vernetzung der Gesellschaft befindet sich nach wie vor in einem frühen Stadium

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